Seite wählen

Des Kaisers neue Kleider (Theater AG)

Des Kaisers neue Kleider (Theater AG)

Auch die Theateraufführungen fielen der Pandemie zum Opfer

Nach dem Ausfall von zwei Theateraufführungen im Jahr 2020 und 2021 aufgrund der Pandemie hatten wir an der Wirtschaftsschule die Hoffnung, nun endlich in diesem Jahr wieder eine Theateraufführung auf die Beine stellen zu können. Denn hierbei ist nicht nur die Wirtschaftsschule mit der Theatergruppe und der Veranstaltungsplanung in BSK beteiligt, sondern auch die Nahrung- & Gastro-Abteilung der Berufsschule, die in den Jahren zuvor, die Theaterabende kulinarisch umsorgt hatte. Dieses nun schon bewährte Konzept sollte auch in diesem Schuljahr zum Tragen kommen.
2020 war das Stück „Der Zauberer von Oz“ geplant, doch im Frühjahr machte dies die Pandemie zu Nichte. Seitdem sind nun natürlich auch neue Schauspielerinnen und Schauspieler hinzugekommen und ältere haben ihren Abschluss gemacht. Daher sollte in diesem Jahr ein neues kleineres Stück „Des Kaisers neue Kleider“ mit neuer Besetzung zum Besten gegeben werden.

Zwar würden die aktuellen Bedingungen eine öffentliche Aufführung erlauben, jedoch ist so eine abendfüllende Theatervorstellung nach langer Unsicherheit nicht von kurzer Hand umsetzbar. So hat man sich auch aufgrund von immer wieder erneuten Quarantänen und einer sich stets ändernden Situation, dazu entschieden, aus dem diesjährigen Theaterabend ein Filmprojekt zu kreieren. Trotz langer Maskenpflicht und Abstandsregeln haben Schülerinnen und Schüler aus den 6., 7. Und 10. Klassen alles gegeben, einige Szenen in den Kasten zu bekommen. Natürlich ist ein Filmdreh auch noch mal etwas komplett anderes als eine Theateraufführung. Doch ein paar Szenen sind schon im Kasten – seid gespannt. Entgegen all dieser widrigen Umstände hatten wir sehr viel Spaß bei den Proben und dem Dreh. Wir, die Lehrkräfte Lisa Vogel und Michael Mages, hoffen im nächsten Jahr wieder gemeinsam mit jungen, kreativen Schauspielerinnen und Schauspielern – vielleicht dann auch wieder mit einer Theaterfreizeit – ein Stück der Schulfamilie präsentieren zu können.

Text: Lisa Vogel und Michael Mages

Bilder: Tobias Großmann Z10C als Kaiser Fummelig

Projekte 2021 der Abschlussklassen

Ein großes Kompliment an die Schüler – ein großes Berührt sein bei der Lehrerin 

Zu Beginn dieses Jahresberichtsartikels erst einmal ein großes Kompliment an alle Industrie- und Büroklassen und ihre Lehrer: Alle sind voll dabei im Distanzunterricht und sehen den IHK-Abschlussprüfungen (die übrigens keine Stoffeingrenzungen vornehmen wie bei den allgemeinbildenden Prüfungen) relativ gelassen entgegen.

Ein herausragendes Beispiel für das Engagement unserer Schüler:innen im Distanzunterricht sind die diesjährigen Projekte der Abschlussklassen, die zu 90 bis 100% (!) im Distanzunterricht erarbeitet wurden und den Ergebnissen der Gruppen der Vorjahre in nichts nachstehen. Ein Gedicht, zwei Rollenspiele, eine Umfrage inklusive Auswertung und sogar ein Film sind entstanden. Hut ab vor eurer Leistung.

Zwei Gruppen beschäftigten sich mit dem Thema „Personallernfeld von A bis Z einmal anders“. Entstanden ist zum einen ein Gedicht und zum anderen ein Rollenspiel, welche beide – zugegebenermaßen auf sehr unterschiedliche Art und Weise – das gesamte Lernfeld der personalwirtschaftlichen Aufgaben zusammenfassen.
80 Unterrichtsstunden in einem 34-zeiligen Gedicht abzubilden ist schon eine gute Leistung. Und ein zwölfseitiges Rollenspiel mit insgesamt 8 Situationen, mit umfangreichen Inhalten und präzisen Feinheiten zu erstellen, ist ebenfalls sehr bewundernswert.

Ebenfalls für ein Rollenspiel entschieden hat sich die Gruppe mit dem Thema „Berufsleben gestern / heute / morgen?“ Auch dieses Rollenspiel überzeugte sehr. Frieda aus der Vergangenheit, Sophia aus der Gegenwart und Lu aus der Zukunft informierten einerseits über die Entwicklung des Berufslebens und regten auch zum Nachdenken für die Zukunft an.

Um ein brandaktuelles Thema kümmerte sich die Gruppe mit dem Inhalt „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ – Ideen für den Spagat zwischen Klimawandel und Corona?“. Die Umsetzung mit einer Umfrage über Microsoft Forms bei vielen jungen Leuten brachte sie und mich zu der Erkenntnis, dass der Jugend das Thema Klimawandel überaus wichtig ist und sie auch zum Verzicht (z.B. auf häufiges Reisen) bereit sind.

Zugeben muss ich als Lehrkraft, dass mich das Projektergebnis der Gruppe „Digitalisierung und Nachhaltigkeit verändern den europäischen Lebensstil. Gestalten Sie Ihre Vision!“ am meisten berührt hat. Durch ihren sehenswerten Film, in dem zwei verschiedene Szenarien unseres Lebens in 30 Jahren von der Gruppe dargestellt wurden, wurde mir bewusst, dass ICH die letzten 30 Jahre sorgenfrei in einer intakten Umwelt leben konnte. Und dass meine Schüler:innen heute NICHT die Sicherheit haben, dass sie – wie ich die letzten Jahre – die nächsten 30 Jahre auch in einer ebenso intakten schönen Welt leben können.
Diese Erkenntnis hat mich sehr berührt.

Text: R. Auernheimer (Projektunterricht Lernfeld 12.2)

Produktidee „Heinrich“ – vom Auftrag zur Fertigung

Produktidee „Heinrich“

Projektbeschreibung: Vom Auftrag zur Fertigung

Die Klasse HHM 12 hatte im Rahmen Ihres Unterrichts im Rahmen eines Projektes einen Fertigungsauftrag zu planen und durchzuführen. In dem kurzen Beitrag haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse ihr Projekt beschrieben

Projektbeschreibung:

  • Eine Möbelhauskette möchte „Heinrich“, eine neue Produktidee vermarkten.
  • Dieses Möbel sollte in drei verschiedenen Qualitätsstufen, von hochwertig bis preisgünstig, verfügbar sein.
  • Der optische Planungsprozess ist weitgehend durch die hauseigenen Produktdesigner abgeschlossen.
  • Die unterschiedlichen Qualitätsstufen werden durch die Fertigung zweier verschiedener Prototypen demonstriert und die zu verwendenden Materialen mit der Marketingabteilung vorher besprochen und festgelegt.
  • Unter Berücksichtigung der Preisgestaltung und der Qualität werden dann die Prototypen in Serienfertigung gehen.
  • Umsetzung und Ablaufplanung werden in Gruppen mit je drei Schülern durchgeführt.

Insbesondere müssen für eine Serienfertigung alle Einzelteile des Möbels separat erstellt und gezeichnet werden. Die verschiedenen Schichtstoffe werden hier bereits berücksichtigt. Dabei kommt es auf eine exakte Darstellung und eine penible Genauigkeit der erforderlichen Maße an. Diese Zeichnungen werden benötigt, um die Bauteile CNC gerecht zu programmieren und anschließend zu fertigen.

Nachdem die Planungen abgeschlossen waren, konnte die Fertigung beginnen.

Die Ergebnisse sind durchaus ansprechend und die Marketingabteilung war mit den Prototypen sehr zufrieden, was die Bilder eindrucksvoll zeigen.

Klasse HHM12

Formverleimung

Formverleimung

Im zweiten Semester der Ausbildung zum Schreinermeister stand die große Lernsituation „Formverleimung“ an.

Der erste Arbeitsauftrag zu diesem Themenbereich bestand darin, in einer Versuchsreihe Eigenarten von Materialien und Klebstoffen näher kennenzulernen. Hierfür wurden mit einer einheitlichen Form Kleiderbügel hergestellt. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Materialien (Furnier, Starkfurnier, Massivholzleisten oder Biegesperrholz) und der Einsatz von diversen Klebstoffen (PU-Klebstoff, formstabiles Harz und Weißleim) sollte herausgefunden werden, welche Kombination das beste Ergebnis erzielt. Nach dem Trocknen der Kleiderbügel wurde überprüft, welcher Rohling die vorgegebene Form am besten beibehalten hat und welche Leimfuge am unauffälligsten war.

Mit diesen Erkenntnissen wurde der zweite Arbeitsauftrag in Angriff genommen.

Ziel war es ein freigestaltetes Formteil nach eigenem Geschmack zu planen und zu fertigen. Hierfür musste eine Schablone gefertigt werden. In einem zweiten Arbeitsschritt musste das formverleimte Bauteil mit Standardmaschinen oder der CNC Fräse weiterbearbeitet werden. Hier sollte der Schwerpunkt auf die Einhaltung der Arbeitsschutzmaßnahmen gerichtet werden. Als maximale Größe sollte ein DIN A2 Blatt nicht überschritten werden, um den Materialverbrauch zu reduzieren. Der Auftrag wurde den Schülern vor den Weihnachtsferien mitgeteilt, damit sie die unterrichtsfreie Zeit kreativ nutzen konnten.

Nach den Ferien wurden die Entwürfe der Schüler im Plenum besprochen. Hier zeigte sich eindrucksvoll, wie ideenreich und kreativ die Meisterschüler in Gunzenhausen waren. Die besten Ideen wurden ausgewählt und Fertigungsgruppen eingeteilt. Die Entwürfe gingen von Schreibtischlampen, Kinderschaukeln, Deckenflutern bis hin zu einem Weinregal. Nach zähen Verhandlungen wurde eine Wellnessliege zugelassen, obwohl sie die maximale Größe überschritten hatte. Dann wurde besprochen, wie mögliche Verleim-Schablonen konstruiert werden können und welche Materialien in Frage kommen. Einige Projekte wurden mit einer Vollschablone und dem Vakuumsack gepresst, für andere wurde eine Positiv-Negativform angefertigt. Während der Fertigung stellte sich heraus, dass viele Teams Probleme damit hatten, dass bereits verleimte Formteile nach dem Verleimen die vorgegebene Form nicht exakt behalten hatten. Dies fiel besonders bei Verleimungen mit dem formstabilen Harz auf. Dieser Klebstoff wurde bei vielen Fertigungsgruppen seinem Namen nicht gerecht. Die besten Ergebnisse lieferte der PU-Klebstoff sowie der allseits bekannte Weißleim.

Nach dem Verleimen wurden die Formteile an der Kreissäge und an der Tischfräse weiterbearbeitet. Hier stellte sich heraus, dass runde Teile weitaus schwieriger zu bearbeiten sind als gerade. Deshalb mussten auch für diese Arbeitsschritte Vorrichtungen und Schablonen entwickelt und angefertigt werden. Nach der Fertigstellung der Projekte wurden die gesammelten Werke in einer kleinen Präsentationsrunde den Mitschülern und dem Lehrerteam vorgestellt.

Rückblickend kann man dieses Projekt als durchwegs positiv bewerten. Die Schüler konnten ihre kreativen Ideen im vollen Umfang einfließen lassen und waren am Ende des Projekts zurecht stolz auf ihre entstandenen Einzelstücke.

Mittelschule und Berufsschule in Kooperation

So viele Berufe – doch welcher ist der richtige für mich?

Eine Kooperation von Mittelschule und Berufsschule

Mit der Zielsetzung, den Übergang von der Mittelschule in die Berufsschule zu erleichtern, wurde das Gesamtkonzept Mittelschule und Berufsschule in Kooperation (MuBiK) ins Leben gerufen.

Eine Zusammenarbeit zwischen Mittelschule und Berufsschule – geht das überhaupt? Wie das zu schaffen ist, zeigt das Berufliche Schulzentrum Altmühlfranken. Am 27.04.2022 konnten Mittelschüler aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die Berufsschule in Gunzenhausen in Aktion erleben. Ziel der Schulkooperation ist es, Mittelschülerinnen und Schülern einen möglichst frühzeitigen und realistischen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe zu ermöglichen. Entsprechend vielseitig war das Angebot in den Fachbereichen Bau-, Metall- und Holztechnik, Ernährung, Wirtschaft-/Verwaltung, sowie der zweistufigen Wirtschaftsschule. Ob sägen, bohren, backen oder knifflige Arbeiten am Computer zu erproben, es war an allen Stellen einiges zu erleben.

Mit großem Engagement übernahmen an diesem Tag die Berufs- und Wirtschaftsschüler in Gunzenhausen einmal die Rolle der Lehrkraft, um ihre „Schützlinge“ bei Tätigkeiten wie der Herstellung eines Zimmerer-Werkstücks, dem Backen verschiedener Leckereien oder der Bearbeitung von Aluminium anzuweisen. Zudem erhielten die Jugendlichen der Mittelschule im persönlichen Gespräch mit den Berufsschülern eine Vielzahl von Informationen über deren Ausbildungsberufe aus erster Hand.

Der MuBiK – Informationstag (Mittelschule und Berufsschule in Kooperation) ist für beide Schularten ein gewinnbringender Termin im Schuljahr, denn letztlich profitieren nicht nur Mittelschüler, sondern auch Ausbildungsbetriebe und die Berufsschule von einer fundierten Berufswahl.