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Produktidee „Heinrich“ – vom Auftrag zur Fertigung

Produktidee „Heinrich“

Projektbeschreibung: Vom Auftrag zur Fertigung

Die Klasse HHM 12 hatte im Rahmen Ihres Unterrichts im Rahmen eines Projektes einen Fertigungsauftrag zu planen und durchzuführen. In dem kurzen Beitrag haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse ihr Projekt beschrieben

Projektbeschreibung:

  • Eine Möbelhauskette möchte „Heinrich“, eine neue Produktidee vermarkten.
  • Dieses Möbel sollte in drei verschiedenen Qualitätsstufen, von hochwertig bis preisgünstig, verfügbar sein.
  • Der optische Planungsprozess ist weitgehend durch die hauseigenen Produktdesigner abgeschlossen.
  • Die unterschiedlichen Qualitätsstufen werden durch die Fertigung zweier verschiedener Prototypen demonstriert und die zu verwendenden Materialen mit der Marketingabteilung vorher besprochen und festgelegt.
  • Unter Berücksichtigung der Preisgestaltung und der Qualität werden dann die Prototypen in Serienfertigung gehen.
  • Umsetzung und Ablaufplanung werden in Gruppen mit je drei Schülern durchgeführt.

Insbesondere müssen für eine Serienfertigung alle Einzelteile des Möbels separat erstellt und gezeichnet werden. Die verschiedenen Schichtstoffe werden hier bereits berücksichtigt. Dabei kommt es auf eine exakte Darstellung und eine penible Genauigkeit der erforderlichen Maße an. Diese Zeichnungen werden benötigt, um die Bauteile CNC gerecht zu programmieren und anschließend zu fertigen.

Nachdem die Planungen abgeschlossen waren, konnte die Fertigung beginnen.

Die Ergebnisse sind durchaus ansprechend und die Marketingabteilung war mit den Prototypen sehr zufrieden, was die Bilder eindrucksvoll zeigen.

Klasse HHM12

Formverleimung

Formverleimung

Im zweiten Semester der Ausbildung zum Schreinermeister stand die große Lernsituation „Formverleimung“ an.

Der erste Arbeitsauftrag zu diesem Themenbereich bestand darin, in einer Versuchsreihe Eigenarten von Materialien und Klebstoffen näher kennenzulernen. Hierfür wurden mit einer einheitlichen Form Kleiderbügel hergestellt. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Materialien (Furnier, Starkfurnier, Massivholzleisten oder Biegesperrholz) und der Einsatz von diversen Klebstoffen (PU-Klebstoff, formstabiles Harz und Weißleim) sollte herausgefunden werden, welche Kombination das beste Ergebnis erzielt. Nach dem Trocknen der Kleiderbügel wurde überprüft, welcher Rohling die vorgegebene Form am besten beibehalten hat und welche Leimfuge am unauffälligsten war.

Mit diesen Erkenntnissen wurde der zweite Arbeitsauftrag in Angriff genommen.

Ziel war es ein freigestaltetes Formteil nach eigenem Geschmack zu planen und zu fertigen. Hierfür musste eine Schablone gefertigt werden. In einem zweiten Arbeitsschritt musste das formverleimte Bauteil mit Standardmaschinen oder der CNC Fräse weiterbearbeitet werden. Hier sollte der Schwerpunkt auf die Einhaltung der Arbeitsschutzmaßnahmen gerichtet werden. Als maximale Größe sollte ein DIN A2 Blatt nicht überschritten werden, um den Materialverbrauch zu reduzieren. Der Auftrag wurde den Schülern vor den Weihnachtsferien mitgeteilt, damit sie die unterrichtsfreie Zeit kreativ nutzen konnten.

Nach den Ferien wurden die Entwürfe der Schüler im Plenum besprochen. Hier zeigte sich eindrucksvoll, wie ideenreich und kreativ die Meisterschüler in Gunzenhausen waren. Die besten Ideen wurden ausgewählt und Fertigungsgruppen eingeteilt. Die Entwürfe gingen von Schreibtischlampen, Kinderschaukeln, Deckenflutern bis hin zu einem Weinregal. Nach zähen Verhandlungen wurde eine Wellnessliege zugelassen, obwohl sie die maximale Größe überschritten hatte. Dann wurde besprochen, wie mögliche Verleim-Schablonen konstruiert werden können und welche Materialien in Frage kommen. Einige Projekte wurden mit einer Vollschablone und dem Vakuumsack gepresst, für andere wurde eine Positiv-Negativform angefertigt. Während der Fertigung stellte sich heraus, dass viele Teams Probleme damit hatten, dass bereits verleimte Formteile nach dem Verleimen die vorgegebene Form nicht exakt behalten hatten. Dies fiel besonders bei Verleimungen mit dem formstabilen Harz auf. Dieser Klebstoff wurde bei vielen Fertigungsgruppen seinem Namen nicht gerecht. Die besten Ergebnisse lieferte der PU-Klebstoff sowie der allseits bekannte Weißleim.

Nach dem Verleimen wurden die Formteile an der Kreissäge und an der Tischfräse weiterbearbeitet. Hier stellte sich heraus, dass runde Teile weitaus schwieriger zu bearbeiten sind als gerade. Deshalb mussten auch für diese Arbeitsschritte Vorrichtungen und Schablonen entwickelt und angefertigt werden. Nach der Fertigstellung der Projekte wurden die gesammelten Werke in einer kleinen Präsentationsrunde den Mitschülern und dem Lehrerteam vorgestellt.

Rückblickend kann man dieses Projekt als durchwegs positiv bewerten. Die Schüler konnten ihre kreativen Ideen im vollen Umfang einfließen lassen und waren am Ende des Projekts zurecht stolz auf ihre entstandenen Einzelstücke.

Mittelschule und Berufsschule in Kooperation

So viele Berufe – doch welcher ist der richtige für mich?

Eine Kooperation von Mittelschule und Berufsschule

Mit der Zielsetzung, den Übergang von der Mittelschule in die Berufsschule zu erleichtern, wurde das Gesamtkonzept Mittelschule und Berufsschule in Kooperation (MuBiK) ins Leben gerufen.

Eine Zusammenarbeit zwischen Mittelschule und Berufsschule – geht das überhaupt? Wie das zu schaffen ist, zeigt das Berufliche Schulzentrum Altmühlfranken. Am 27.04.2022 konnten Mittelschüler aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die Berufsschule in Gunzenhausen in Aktion erleben. Ziel der Schulkooperation ist es, Mittelschülerinnen und Schülern einen möglichst frühzeitigen und realistischen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe zu ermöglichen. Entsprechend vielseitig war das Angebot in den Fachbereichen Bau-, Metall- und Holztechnik, Ernährung, Wirtschaft-/Verwaltung, sowie der zweistufigen Wirtschaftsschule. Ob sägen, bohren, backen oder knifflige Arbeiten am Computer zu erproben, es war an allen Stellen einiges zu erleben.

Mit großem Engagement übernahmen an diesem Tag die Berufs- und Wirtschaftsschüler in Gunzenhausen einmal die Rolle der Lehrkraft, um ihre „Schützlinge“ bei Tätigkeiten wie der Herstellung eines Zimmerer-Werkstücks, dem Backen verschiedener Leckereien oder der Bearbeitung von Aluminium anzuweisen. Zudem erhielten die Jugendlichen der Mittelschule im persönlichen Gespräch mit den Berufsschülern eine Vielzahl von Informationen über deren Ausbildungsberufe aus erster Hand.

Der MuBiK – Informationstag (Mittelschule und Berufsschule in Kooperation) ist für beide Schularten ein gewinnbringender Termin im Schuljahr, denn letztlich profitieren nicht nur Mittelschüler, sondern auch Ausbildungsbetriebe und die Berufsschule von einer fundierten Berufswahl.

Auf den Spuren des Grauens – Wirtschaftsschüler besuchten KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Auf den Spuren des Grauens

Wirtschaftsschüler besuchten KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die 9. und 10. Klassen der Wirtschaftsschule Gunzenhausen machten sich auf den Weg in die Oberpfalz, um die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg zu besuchen.

Bereits am ehemaligen Appellplatz wurden die Schüler über die Beschaffenheiten vor Ort aufgeklärt. Schon vor der Errichtung des Lagers hatten die Flossenbürger aktive Steinbrüche. Die Arbeit der Steinmetze prägte die Gegend in und um das Dorf und beeinflusste die sozialen Verhältnisse der Bürger dort. Das Leben in Flossenbürg war eher trist und einfach. Für die Nationalsozialisten war jedoch vor allem das Granitvorkommen um Flossenbürg von großem Interesse. So begrüßten es die Einwohner Flossenbürgs, dass in ihrem Ort ein Konzentrationslager errichtet wurde. Dadurch verbesserte sich der Lebensstandard im Dorf schlagartig. Plötzlich hatte Flossenbürg ein Kino, bessere medizinische Versorgung, Arbeitsplätze und Bildungsangebote für die Dorfjugend.

Die Schüler erfuhren anhand von Einzelschicksalen viel über den unmenschlichen Alltag im KZ. Entwürdigung, Schikane, Unterdrückung und Brutalität waren an der Tagesordnung. Häftlinge wurden geschunden, zu Tode gequält oder zur Abschreckung ermordet. Tagtäglich starben Menschen. Angst war ein stetiger Begleiter unter den Gefangenen.

Mit alten Luftaufnahmen von 1945 konnten sich die Schüler den Zustand der damaligen Anlage vorstellen, die heute nur noch zu Teilen erhalten ist. Nachdem sich die Klassen einen Überblick über das Areal verschafft hatten, besuchte die Gruppe auch die ehemalige Wäscherei. Während man im Untergeschoss des Gebäudes noch immer die Duschräume der Häftlinge erahnen konnte, war im oberen Bereich eine Ausstellung installiert. Hier konnten die Schüler z. B. die typische Häftlingskleidung betrachten, aber auch die persönlichen Fundstücke aus den Baracken oder den Steinbrüchen sehen. Man beleuchtete nicht nur den Alltag der Häftlinge, sondern auch der 60 zivilen Angestellten, Steinmetze, Fahrer und Lehrlinge.

Nach diesem sehr ernsten und eindringlichen Austausch wurde noch das „Tal des Todes“ besichtigt. Über die Kriegsjahre nahm die Zahl der Gefangenen rasant zu. Gleichzeitig verschlechterten sich die Lebensbedingungen enorm. Täglich arbeiteten fast 2000 Menschen in den Steinbrüchen. Ohne Sicherheitsvorkehrungen mussten Granitblöcke abgesprengt, Steine geschleppt und Loren geschoben werden. Ausgemergelt, unterernährt und krank überlebten nur wenige diesen Arbeitsalltag. Als sich die Todesfälle häuften, ließ die SS ein Lager-Krematorium errichten, um die Leichen verbrennen zu können. Heute ist in diesem Bereich der Ehrenfriedhof zu finden, außerdem erinnern Gedenksteine an die Opfer des NS-Regimes und des KZ Flossenbürg.

Die Schüler zeigten sich sehr sensibilisiert und unterstrichen durch ihre Fragen bei der Führung ihr großes Interesse an diesem düsteren Kapitel deutscher Geschichte.

Text: Jennifer Kreim und Jörg Daschner

Neuer Meisterkurs MS 21 – Kursbeginn 13.09.2022

Gartenbankfertigung im BGJ

Gartenbankfertigung im BGJ

In den ersten drei Wochen des Jahres 2022 starteten die Schüler des BGJ Zimmerer ein einzigartiges Projekt in der Berufsschule Gunzenhausen. Das Gartenbankprojekt bestand aus der Planung und Fertigung ganz individueller Stücke, welche in gemeinsamer Partnerarbeit ausgeführt wurden.

Die Planung

Als ersten Schritt erstellten die Schüler in Einzelarbeit eine grobe Skizze, in welcher sie ihren Gedanken freien Lauf lassen konnten. Daraufhin wurden die Teams mit ziemlich gleiche Entwürfen gebildet und eine gemeinsame 3-Tafel Ansicht wurde händisch erstellt. Kurze Zeit später fertigten die Schüler noch eine genaue 3D Zeichnung mit dem Computerprogramm SEMA an.

Fertigung der Gartenbänke

Als die Planung abgeschlossen war, konnte es mit der Fertigung losgehen. Die Schüler begannen also mit Maschinen und viel Handarbeit ihre Gartenbänke genau nach Plan zu fertigen. Manches klappte besser und manches schlechter, doch mit Hilfe von Maschinen wie Kreissäge, Oberfräse, Handkreissäge und noch vielem mehr entstanden einzigartige Unikate.

Bewertung

Nach einer kurzen Präsentation vor der Klasse, wurden die Gartenbänke fachmännisch von den Lehrern begutachtet und bewertet. Am Ende des Projektes wurde eine Gesamtnote gebildet.

Fazit

Das Gartenbankprojekt war für die Schüler eine kleine Herausforderung, doch mit Teamfähigkeit und einer kräftigen Portion handwerklichem Geschick, konnte auch dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.