Ethikunterricht der Klasse WBM10: Rollenbilder reflektieren und hinterfragen
Im Ethikunterricht der Klasse WBM10 stand im Dezember 2025 das Thema Geschlechterrollen und Rollenklischees im Mittelpunkt. Ziel war es, bestehende Vorstellungen kritisch zu beleuchten und Raum für unterschiedliche Lebensentwürfe zu schaffen.
Einen kreativen Einstieg bildete eine Zeichenaufgabe: Zwei Personen sollten gemalt werden – eine Person, die im Kindergarten arbeitet, und eine weitere, die bei der Feuerwehr tätig ist. Die übrigen Schülerinnen sollten erraten, welche Berufe dargestellt waren. Dabei zeigte sich schnell, wie stark erste Vermutungen häufig von traditionellen Rollenbildern geprägt sind: So wurde die Person, die im Kindergarten arbeitete als Frau mit langen Haaren dargestellt, während die Person, die bei der Feuerwehr arbeitet als Mann mit Hut gezeichnet wurde. Diese Beobachtungen dienten als Ausgangspunkt für eine lebhafte Diskussion.
Im Anschluss wurden typische Zuschreibungen thematisiert, die gesellschaftlich oft als „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ gelten. Gemeinsam erarbeiteten die Lernenden, wie solche Klischees entstehen, welche Wirkung sie entfalten und warum sie für individuelle Lebenswege einschränkend sein können. Eigene Erfahrungen und Beispiele flossen dabei in den Austausch ein.
Der Unterricht förderte nicht nur das Verständnis für gesellschaftliche Vielfalt, sondern stärkte auch die Fähigkeit der Schülerinnen, eigene Einstellungen zu reflektieren und Vorurteile zu hinterfragen.
Susanne Knoll