Meisterschulklasse MS23 präsentiert „Verdrehte Möbel“ in den Holzwerkstätten
Die Meisterschulklasse MS23 der Berufsschule Gunzenhausen hat am 11. Mai in den schuleigenen Holzwerkstätten ihre Projektarbeiten zum Thema „Verdrehte Möbel“ vorgestellt. Vor geladenen Gästen aus Kommune, Handwerk und Wirtschaft präsentierten die angehenden Meisterinnen und Meister ihre Entwürfe in Kleingruppen und stellten sich den fachkundigen Fragen.
Fachpublikum vor Ort
Eingeladen waren Lehrkräfte, die Schulleitung sowie zahlreiche externe Gäste. Unter ihnen: der neue Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen Matthias Hörr, eine Vertreterin der Sparkasse, der Innungsobermeister der Schreiner für Ansbach-Westmittelfranken Herr Peter Arlt, Innungsobermeister der Bau-Innung Mittelfranken-Süd Herr Klaus Weber, sowie mehrere Betriebsinhaber regionaler Schreinereien.
Klare Aufgabenstellung, kreative Lösungen
Die Aufgabenstellung verlangte, ein Möbel zu entwerfen, dessen Korpusse zueinander verdreht wirken oder sich aktiv verdrehen lassen. Weitere Kriterien setzten den Rahmen:
- Zweck des Möbels ist frei wählbar
- Mindestens zwei Korpusse, Gesamtvolumen maximal 0,3 m³
- Stehende oder hängende Konstruktion möglich
- Gerade, moderne Linienführung
- Verbindlicher Einsatz von Sondermaterialien (z. B. Beton, Schichtstoff, Glas), eigenständig bearbeitet
- Zusätzlich: Einbau mindestens einer Schublade
Die Projektarbeiten wurden im Vorfeld bewertet und benotet. Bei der Präsentation stellten die Schüler einzeln ihre Projektstücke vor Kleingruppen vor und erläuterten ihre Entwurfsentscheidungen, Werkstoffkombinationen und Konstruktionsdetails. Anschließend beantworteten sie Fragen zur statischen Auslegung, zu Oberflächen, Beschlagtechnik, Toleranzen und Fertigungsprozessen – es sollte eine Situation nahe an realen Kundengesprächen und Fachabnahmen simuliert werden.
Training für das Meisterstück
Das Format dient als gezielte Vorbereitung auf das Meisterstück. Auch dieses müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer später überzeugend „verkaufen“: Idee, Nutzen, Gestaltung, Kalkulation und Ausführung sollen in einem kurzen, klar strukturierten Pitch nachvollziehbar werden. Die Veranstaltung bot dafür die ideale Bühne.
Praxisnah, verbindend, motivierend
Neben der fachlichen Tiefe überzeugte die Veranstaltung durch Organisation und Atmosphäre. Für das leibliche Wohl sorgten Schülerinnen und Schüler der Hauswirtschaft unter Leitung von Frau Popp. Das Catering schuf Raum für Gespräche zwischen Lernenden, Betrieben und Schule.
„Die Projekte zeigen, wie sicher unsere Meisterschülerinnen und -schüler in Entwurf, Materialwahl und Fertigung agieren. Genau diese Verbindung aus Kreativität und Präzision brauchen unsere Betriebe“, so ein passendes Statement aus dem Kreis der Anwesenden.
Fazit
Ein sehr gelungener Abend: Die MS23 stellte eindrucksvoll unter Beweis, wie anspruchsvolle Vorgaben in durchdachte, moderne Möbel übersetzt werden können. Die Rückmeldungen des Publikums bestätigten die hohe Qualität der Arbeiten – und gaben wertvolle Hinweise für den Feinschliff auf dem Weg zum Meisterstück.
Die Bilder zeigen die Projektarbeiten.
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