Projekt „Das neue Schulprodukt“ – von der ersten Idee bis zum Pitch
Im Rahmen des Faches Ökonomische Bildung und Digitale Bildung beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen V7a und V7b im Schuljahr 2025/26 rund fünf Wochen lang mit dem Lernbereich „Im privaten Kontext verkaufen“. Dabei sollte das Thema nicht nur theoretisch behandelt, sondern möglichst praxisnah und kreativ umgesetzt werden.
Unter dem Projekttitel „Das neue Schulprodukt“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, welche neuen Schulprodukte für die Schulgemeinschaft interessant und nützlich sein könnten. Trinkflaschen, Hoodies und T-Shirts mit Schullogo gab es bereits – nun waren neue Ideen gefragt. Schnell zeigte sich, dass die Aufgabe bei den Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse stieß. In kleinen Gruppen wurde diskutiert, verworfen, weitergedacht und schließlich eine Produktidee ausgewählt, die im weiteren Verlauf möglichst realistisch ausgearbeitet werden sollte.
Aus der ersten Idee entstand Schritt für Schritt ein kleines Verkaufskonzept. Die Gruppen beschäftigten sich mit der Gestaltung ihres Produkts, legten eine passende Zielgruppe fest, kalkulierten einen sinnvollen Verkaufspreis, entwickelten Werbemaßnahmen und berechneten unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten einen möglichen Gewinn. Gleichzeitig recherchierten sie geeignete Anbieter, holten Angebote ein und verglichen diese miteinander. Dadurch wurde schnell deutlich, dass eine gute Produktidee allein noch nicht ausreicht: Auch Preis, Herstellung, Beschaffung und Vermarktung müssen zusammenpassen.
Besonders spannend war für die Schülerinnen und Schüler, dass auch schulinterne Möglichkeiten in die Planung einbezogen werden konnten. So entstand beispielsweise die Überlegung, einen Bücherständer gemeinsam mit der Schreinerei der Berufsschule herzustellen. Bei anderen Ideen rückte der schuleigene 3D-Drucker in den Mittelpunkt, etwa zur Herstellung eines Deckels für Getränkedosen. Solche Überlegungen machten das Projekt besonders greifbar, da aus einer zunächst theoretischen Idee plötzlich etwas entstehen konnte, das tatsächlich an der eigenen Schule umgesetzt werden könnte.
Folgende weitere tolle Produkte gehörten zu den kreativen Ideen unserer Projektgruppen: eine gravierte Brotdose, iPad-Hülle, Schlüsselanhänger, Kugelschreiber, Federmäppchen, Lehrerkarten, Kalender sowie eine Regenjacke – immer im Zusammenhang mit dem Logo des Schulzentrums.
Den Höhepunkt des Projekts bildete schließlich der gemeinsame Pitch-Tag in der Aula. Dort präsentierten die Gruppen ihre ausgearbeiteten Ideen vor allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 sowie vor einer ausgewählten Lehrerjury.
Gerade diese Präsentation war für viele eine echte Herausforderung. Vor so vielen Mitschülerinnen und Mitschülern aufzutreten, in der großen Aula deutlich und laut zu sprechen und gleichzeitig die eigene Idee vor einer Jury überzeugend zu vertreten, sorgte verständlicherweise für Aufregung. Umso erfreulicher war es zu sehen, wie gut die Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe als Team meisterten. Viele Gruppen wuchsen während ihrer Präsentation sichtbar über sich hinaus, traten selbstbewusst auf und präsentierten ihre Produkte mit viel Engagement und Begeisterung. Der Stolz auf die eigene Arbeit war dabei deutlich zu spüren.
Die Präsentation sowie die ausgearbeitete Produktidee flossen in die Bewertung des Projekts ein. Im Anschluss stimmten alle beteiligten Schülerinnen und Schüler in einer Umfrage darüber ab, welche Ideen sie besonders überzeugend fanden.
Als Gewinner überzeugten vor allem die Idee Dosendeckel und Lehrwolf (als Abwandlung des bekannten Spiels Wehrwolf).
Zum Abschluss blickten die Schülerinnen und Schüler in einer persönlichen Reflexion noch einmal auf die vergangenen Wochen zurück. Dabei konnten sie sowohl positive als auch negative Erfahrungen aus der Gruppenarbeit, der Planung und der Präsentation festhalten. Gerade dieser Rückblick zeigte, wie intensiv sich viele mit ihrem Projekt auseinandergesetzt hatten und wie viel sie aus der gemeinsamen Arbeit mitnehmen konnten.
Mit dem Schuljahresabschluss endete das Projekt jedoch noch nicht ganz. Die ausgewählten Ideen sollen nun von der neuen Jahrgangsstufe 7 (Schuljahr 2026/27) weiter ausgearbeitet und tatsächlich umgesetzt werden. Damit besteht die Chance, dass aus einer im Unterricht entstandenen Idee am Ende ein echtes Schulprodukt wird. Wir sind gespannt!
Selina Kopf und Lisa Behrens
ÖB, V7