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Werkbank statt Schulbank

Neuntklässler des Simon-Marius-Gymnasiums zu Gast im Berufsschulzentrum Gunzenhausen

Im Rahmen des „Tags des Handwerks“ – einem zentralen Element des Moduls zur beruflichen Orientierung – tauschten die Neuntklässler des Simon-Marius-Gymnasiums das Klassenzimmer gegen die Werkstätten des Berufsschulzentrums Gunzenhausen ein. Dabei hatten sie die Chance, in zwei unterschiedlichen Berufsfeldern selbst aktiv zu werden und unter der Anleitung von Berufsschülern an kleinen, gut vorbereiteten Projekten zu arbeiten.

In der Schreinerei stand das genaue Arbeiten mit dem Naturstoff Holz im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler, die sich für diese Station entschieden hatten, stellten gemeinsam mit einem Berufsschüler einen Kreisel her. Dabei wurde eifrig gesägt, gefräst, gebohrt und geschliffen, bis das fertige Werkstück in den Händen gehalten werden konnte.

Auch im Bereich der Zimmerer drehte sich alles um Holz, jedoch in anderen Dimensionen. Hier lernten die Jugendlichen, wie man massive Holzbalken bearbeitet.

Ebenso konzentriert ging es bei den Metallbauern zu. Hier bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler Metallplatten, um ein Solitärspiel herzustellen. Die Jugendlichen bohrten Löcher, feilten Kanten und polierten die Oberflächen, bis ihr Werkstück glänzte.

Handfeste Arbeit war bei den Maurern gefragt. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler, dass für eine stabile Wand mehr als nur das Aufeinanderschichten von Steinen nötig ist. In Teams erprobten sie sich sowohl im Pflastern und Mauern als auch im Verputzen von Flächen – eine Aufgabe, die viel Fingerspitzengefühl und Genauigkeit erforderte.

Kulinarisch wurde es in der Abteilung für Hauswirtschaft. Dort backten die Gymnasiasten herzhafte salzige Kekse, die anschließend mit einer selbst zubereiteten Frischkäsecreme gefüllt wurden. Dass zum Gastgewerbe auch die Kunst der Getränkezubereitung gehört, erfuhren die Jugendlichen in der Gastronomie. Unter Anleitung der Auszubildenden mixten sie zwei verschiedene alkoholfreie Cocktails und konnten sich im Anschluss von der Qualität ihrer Kreationen überzeugen.

Der Tag des Handwerks bereitete den Schülern viel Freude. Der Austausch auf Augenhöhe mit den Berufsschülern half dabei, Berührungsängste abzubauen und ein realistisches Bild der verschiedenen Ausbildungswege zu vermitteln.

Ein besonderer Dank gilt den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern des Berufsschulzentrums für ihre engagierte Betreuung an den Stationen sowie Herrn Förtsch für die gelungene Organisation.

Text und Bilder: Frau Braun & Herr Steck – Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen