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Projekt Tischlein „Kipp mich“

Projekt Tischlein „Kipp mich“

In der Fachschule für Schreinermeister in Gunzenhausen war das Ziel des ersten Projekts einen Beistelltisch in Brettbauweise herzustellen.

Passend ausgewählte Verbindungen, wie Offene Zinkung, Fingerzinken, Stemmzapfen und Gradverbindungen sollten das Quellen und Schwinden von Massivholz ermöglichen. Als zusätzliche Herausforderung sollten mindestens zwei schräge Kanten oder Bauteile eingeplant werden.

Der Beistelltisch sollte in zwei unterschiedlichen Höhen nutzbar sein.

Für die Fertigung standen ausschließlich Standartmaschinen zur Verfügung.

Nachdem drei unterschiedliche Entwürfe entwickelt wurden, wurde ein Brettaufriss des Favoriten erstellt.

In der Fertigungsphase konnten die Meisteranwärter die Maschinen auf unterschiedlichste Weise näher kennenlernen. Für die anspruchsvollen Eckverbindungen war es nötig, spezielle Vorrichtungen und Schablonen zubauen. Die Fertigung des „Kipp mich“ wurde von den Schülern dokumentiert, um am Ende als Präsentation den Mitschülern und dem Lehrerkollegium vorgestellt zu werden.

Bei dieser Abschlusspräsentation stellten die Meisteranwärter ihr fertiges Möbel vor und reflektierten ihre erbrachten Leistungen durchaus selbstkritisch. Probleme und Schwierigkeiten bei der Produktion, sowie mögliche Verbesserungsvorschläge oder zukünftige Änderungen wurden sachlich erörtert. Dadurch konnte ein weiterer Lernzuwachs für alle Mitglieder dieses Meisterkurses erzielt werden.

Für manche Schüler war dieses erste Projekt das erste Vollholzmöbel seit ihrem Gesellenstück, da sie ihre Gesellenjahre in einem Fensterbetrieb verbracht, oder hauptsächlich Möbel aus Plattenwerktstoffen hergestellt haben.

Am Ende der Abschlusspräsentation waren sich alle Schüler darin einig, dass sie in diesem Projekt sehr viel über Vollholzverbindungen und die professionelle Nutzung von Standartmaschinen dazugelernt haben.

Text: Jens Schlötterer

 

Online-Meisterstückausstellung 2021

Ausstellung der Meisterstücke

Tobias Birnmeyer
– Schreibtisch in Kirschbaum

Patrick Böhm
– Sideboard in Eiche

Marco Brodwolf –

Barsideboard „ELSbAr“ in Elsbeere und Burgundy mit rotem Linoleum

Andreas Bujara
– Garderobe in Esche

Andreas Finsterer
– Bierbar in Eiche

Thomas Gerstner
– Schreibtisch „Schräge Sicht“

Thomas Gilch
– Schreibtisch in Eiche

Martin Gundermann
– TV-Schrank in Kirsche

Siegfried Mamonov
– Geschirrschrank in Esche und Nussbaum

Janosch Ott
– Sideboard „Klare Kante“

Susanna Preis
– Crockeryboard in Eiche

Moritz Schmied
– Sekretär in Kirsche

Frank Schneider
– Hängeboard „Fenris“ in Lärche

Jan Weidlich
– Sideboard in Kirsche

Anna Winkler
– Kommode „Kreiz-a-Quer“

MS 20 Sorgt für angenehme Lernatmosphäre

MS 20 sorgt für eine angenehme Lernatmosphäre

Der zwanzigstete Meisterkurs in Gunzenhausen ertüchtigte zu Beginn des 1. Semesters den EDV – Raum der Meisterschule.

Zum Start des neuen Kurses mit stattlichen 24 Schülern, wurde der EDV-Raum der Meisterschule Gunzenhausen mit 18 leistungsstarken Rechnern neu ausgestattet.

Neben der technischen Aufrüstung wurde auch der gesamte EDV-Raum renoviert. Der Bodenbelag wurde erneuert und auch die schon in die Jahre gekommene Einrichtung des Raumes wurde farblich überarbeitet. Dafür mussten Arbeitsplatten neu hergestellt und Verkleidungen überarbeitet werden. Für die sechs zusätzlich angeschafften Rechner wurden neue Tische und ein Lehrerpult benötigt.

Bei dieser Gelegenheit konnten die neuen angehenden Meisterinnen und Meister in der Praxis den Maschinenpark der Meisterschule kennenlernen und ihre ersten Erfahrungen mit der vorhandenen Technik machen.

Die gefertigten Möbel wurden in den Osterferien von den beiden Hausmeistern und einem Teil der Lehrkräfte aus der Holzabteilung montiert und aufgestellt.

Da macht das Lernen richtig Spaß!

 Ein großes Dankeschön an die MS 20

 Text: Hertle Stefan

Eine runde Sache „Formverleimung“

Formverleimung

Der 19´te Kurs an der staatlichen Meisterschule für Schreiner in Gunzenhausen fertigte in der Werkstatt eigens entworfene Produkte.

Der Arbeitsauftrag bestand darin ein Werkstück zu entwerfen, in dem eine Formverleimung integriert ist. Die angehenden Meisterinnen und Meister mussten zunächst eine Fertigungszeichnung erstellen um die erforderlichen Radien und Maße zu bekommen. Anschließend wurden die nötigen Schablonen hergestellt. In unterschiedlichen Gruppen wurden Schlitten, Gitarren, Lampen, Schaukelstühle, Obstschalen, Hocker und Kopfhörerhalter hergestellt.

Hierbei kamen nicht nur unterschiedliche Leime, wie Weißleim, PU-Leim, Furnierleim und Kauritleim zum Einsatz, es wurden auch die verschiedensten Spanntechniken ausprobiert. Großen Anklang fand der Vakuumsack mit dessen Hilfe großen und kleinen Werkstücken mühelos gespannt werden konnten.

Selbst das Biegen von Holz, für den Schlitten, wurde getestet und ein geeignetes Verfahren favorisiert.

Die Gruppe „Après-Ski“ wartet noch auf die kalte Jahreszeit, damit der „Rennschlitten“ getestet werden kann. In der Zeit können auf den Gitarren noch einige Musikstücke einstudiert und auf den Schaukelstuhl entspannt werden.

Auf ein gelungenes Projekt!