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Lkw-Montagestraße der Industriemechaniker

Lkw-Montagestraße der Industriemechaniker

Projektphilosophie

Die Industriemechaniker im dritten Ausbildungsjahr sollten die Einzelteile eines durch 3D gedruckten Lastkraftwagen in einer automatisierten Montagestraße  zu einem fahrbaren Lkw-Modell montieren. Die Ergebnisse der Projektarbeit wurden in einem Video festgehalten.

Gruppe 1 – Herstellen des Grundgestells

Zieldefinition: Die Aufgabe bestand darin,  das Grundgestell mit den zwei Einzelteilen Motorblock und Führerhaus zu verbinden. Da die Montagestation zyklisch ablaufen soll wurden Sensoren und Endschalter verbaut, welche mit dem Roboter kommunizieren können. Entstanden ist eine Pressstation mit Einzelteilmagazin und Ablage.

Bleistiftzeichnung in der Planungsphase

Pressstation mit Einzelteilmagazin

Gruppe 2 – Montage der Räder

Zieldefinition: Die Vorgabe für diese Station lautete , Räder aus Kunststoff mit den Achsen aus Metall zu verbinden. Entstanden sind eine Achseinpressstation sowie Magazine für die Achsen und Räder. Für den automatischen Ablauf wurden neun Sensoren verbaut und mit einer SPS und dem Roboter verbunden.

Komplette Montagestation

SPS-Steuerung

Gruppe 3 – Einpressen der Achsen

Zieldefinition: Für das  Einpressen von Achsen aus Metall in einen Spielzeug Lkw aus Kunststoff musste eine Montagestation konstruiert und anschließend ein Prototyp gebaut werden. Nach dem Einbau der benötigten Sensoren erfolgte die Programmierung des Roboters und der SPS. Entstanden ist ein Linearantrieb, Achsmagazin und ein vertikaler Einpresszylinder um die drei Achsen zu verpressen.

Komplette Montagestation

Magazin der vormontierten Achsen

Gruppe 4 – Erstellung einer Wendestation

Zieldefinition:Das Ziel dieser Gruppe war es, eine Wendestation um 180° für die Montage von Lkws zu errichten und diese für einen automatischen Ablauf mit Sensoren zu versehen. Abschließend wird die fertige Baugruppe über eine SPS-Programmierung mit einem Roboter verbunden und der Funktionsablauf läuft im Zyklus ab.

Entstanden ist  eine Wendestation, die aus einem Zylinder und einem gegenüberliegenden Wendeantrieb besteht. Beide sind für die Drehung mit einem Kugellager  versehen.

Komplette Wendestation

Wendeantrieb

Gruppe 5 – Pressung der Ladefläche auf die Karosserie

Zieldefinition:  Die Ladefläche des Lkws  soll mit der Karosserie verpresst werden. Mithilfe eines Roboters und einer SPS gesteuerten Pneumatikanlage soll dieser Montageschritt automatisiert ablaufen. Entstanden ist eine Linearschiene zum Transport unter dem Presszylinder, sowie notwendige Spann– und Pressvorrichtungen um die Ladefläche sicher zu verpressen.

Zusätzlich konstruierte die Gruppe ein Magazin, aus dem der Roboter die Teile entnimmt. Außerdem wurde ein Förderband installiert, welches den Lkw nach seiner Komplettmontage abtransportiert.

 

Linearschiene mit Schlitten

Pressstation

Fazit

Die Schüler der Klasse MIM12 (3. Ausbildungsjahr Industriemechaniker) und die betreuende Lehrkraft, Ralf Etzel, beurteilen das Projekt durchwegs positiv.

Aussage eines Schülers: „So förderte die offene Zielangabe die Kreativität und brachte uns in Situationen, in denen wir eigenständig Aufgaben und Probleme lösen mussten. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Schüler mit den Lehrkräften stärkte die Schulgemeinschaft und machte das Lernen von neuen Tätigkeiten wie das Programmieren der Anlage mittels SPS erst möglich.“

Fertig montierter Lkw aus der Montagestraße

Zeitzeugengespräch mit der Holocaustüberlebenden Eva Franz

Zeitzeugengespräch mit der Holocaustüberlebenden Eva Franz

Wir führten zum Ende des Schuljahres wieder ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaustüberlebenden Eva Franz durch. Da es immer weniger Zeitzeugen der NS Herrschaft gibt, war es uns wichtig, diesen Teil der deutschen Geschichte für unsere SchülerInnen lebendig und besser begreifbar zu machen. Zudem war in den letzten beiden Schuljahren aufgrund der Corona-Pandemie kaum eine Veranstaltung oder Exkursion möglich. Deshalb waren wir besonders froh, dass diese besondere Veranstaltung tatsächlich in Präsenz stattfinden konnte.

Wir luden Frau Birgit Mair vom ISFBB (Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e.V.) ein. Sie besuchte unsere Schule am 01.06.2022 zusammen mit der Holocaust-Überlebenden Sinteza Eva Franz.

Frau Mair führte durch das Gespräch mit der Zeitzeugin Frau Franz. Sie bettete die Erzählungen der Zeitzeugin in den historischen Kontext ein und präsentierte Bilder und Dokumente aus deren Leben. Durch die persönlichen Schilderungen von Frau Franz konnten sich die ZuhörerInnen gut in die damalige Situation hineinversetzen. Das Leid, die Angst und der Verlust wurden für alle spürbar. Manch einem Schüler oder Schülerin kamen sogar die Tränen, so anschaulich war die Erzählung. Die Betroffenheit aller war spürbar. Im Anschluss konnten die SchülerInnen Fragen stellen. Über 60 Schülerinnen und Schüler aus unseren Fachbereichen Einzelhandel, Metall und Nahrung nahmen an dieser interessanten Veranstaltung teil.

Blockpläne Schuljahr 2022/2023

Spritzgießen von Kämmen

Spritzgießen von Kämmen

Die Schüler:innen der Klassen MWM12 und MIM11b fertigten Kunststoffkämme auf der Spritzgießmaschine. Sie mussten die Maschine für die Fertigung des Artikels aus Polypropylen (PP) einstellen und die Fertigung im Dauerbetrieb überwachen.

Im Rahmen einer Füllstudie wurde das Fließverhalten begutachtet und das benötigte Einspritzvolumen ermittelt. Über Auswerfer wurden die Kämme am Ende eines jeden Zyklus ausgeworfen, von den Schülern überprüft und der Anguss entfernt. Eventuell entstandene Einfallstellen mussten durch Anpassen der Nachdruckparameter beseitigt werden.

Zum Auftrag gehörte auch die Durchführung eines Farbwechsels. Das entsprechende Kunststoffgranulat wurde der Spritzgießmaschine über den Befülltrichter zugeführt. Am Ende mussten die Schüler:innen die Werkzeughälften mit Trennmittel besprühen und die Maschine schrittweise abschalten.

Neugestaltung der Aula

Neugestaltung der Aula an der Berufsschule Weißenburg

Artikel aus dem Weißenburger Tagblatt vom 20. April 2022

Das „Herzensprojekt” aus dem Schulentwicklungsprogramm der Berufsschule Weißenburg, die Neugestaltung der Aula als neuer „Begegnungsraum“ für die Schüler:innen ist fertig gestellt worden.

Nachdem die in die Jahre gekommene Bestuhlung der Aula ausgemustert werden musste, war es nötig, den zentralen Treffpunkt unserer Schüler:innen neu zu gestalten. Die Ideen für diese Neugestaltung waren bunt und vielfältig – der Brandschutz jedoch unerbittlich. So galt es nach heute geltenden Bestimmungen eine mögliche „Brandlast“ durch die Möbel zu vermeiden, da die beiden wichtigsten Fluchtwege des Schulhauses in der Aula zusammentreffen. Umso mehr können wir heute stolz sagen, dass eine wunderbare, brandschutzkonforme und architektonisch ansprechende Lösung gefunden wurde.

Deshalb bedanken wir uns beim Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, der als Sachaufwandträger den größten Teil der Kosten übernommen hat. Herzlicher Dank auch der Sparkasse Mittelfranken Süd, der Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen eG und dem Förderverein der Berufsschule Weißenburg für ihre großzügigen Spenden zu diesem Projekt.

Unser größter Dank gilt jedoch den Schülern der Klasse BMA12 der Berufsschule Gunzenhausen, den Maurern im 3. Ausbildungsjahr, die unter Leitung von Fachlehrer Jörg Pehl im Praxisunterricht 14 Sitzbänke in Sichtbetonoptik fertigten, lieferten und an Ort und Stelle schafften. Ohne diese tatkräftige Unterstützung hätte das Geld nicht für eine ausreichende Anzahl an Plätzen in der Aula für die Weißenburger Schüler:innen ausgereicht.

Sparkassenförderpreis für Olivia Scheponek

Sparkassenförderpreis für Olivia Scheponek

Artikel aus dem Weißenburger Tagblatt vom 2. April 2022

Den Sparkassenförderpreis hat Olivia Scheponek von der Staatlichen Berufsschule Weißenburg erhalten. Die Preisträgerin ist nicht nur eine leistungsstarke Schülerin. Sie ist auch in ihrer Freizeit vielfältig sozial engagiert. Bei der Freizeitgestaltung von Seniorinnen und Senioren in einer Wohn- und Pflegeeinrichtung wirkt sie ehrenamtlich mit, indem sie sich aktiv als Vorleserin oder bei Spielenachmittagen einbringt.

Das Preisgeld in Höhe von 150 Euro überreichte Peter Schiebsdat, Filialdirektor der Sparkasse Mittelfranken-Süd. Der Außenstellenleiter der Staatlichen Berufsschule Weißenburg, Robert Böhm, ist voll des Lobes: „Mit Olivia haben wir wirklich eine fantastische Preisträgerin, die diese Würdigung voll und ganz verdient hat.“