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Wirtschaftsschüler beim Planspielbörse erfolgreich

Wirtschaftsschüler räumen beim Planspielbörse der Sparkasse ab – Platz 1 und 2 eingefahren

 

GUNZENHAUSEN – Die Sparkasse Gunzenhausen führte erneut in Zusammenarbeit mit hiesigen Schulen das „Planspiel Börse“ durch. Nun wurden die Siegerteams geehrt.

In der 39. Spielrunde profitierten die jungen Teilnehmenden vom bewegten zweiten Pandemie-Börsenjahr. Viele Teams setzten vor allem auf Aktien bekannter US-Großkonzerne wie Tesla, Amazon oder Apple. Der verlängerte Spielzeitraum von 10 auf 17 Wochen ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre Anlagestrategie noch länger zu verfolgen.

Das wirkte sich auch bei den Siegerteams im Schülerwettbewerb positiv aus. Den 1. Platz belegte diesmal die Gruppe „Milzgeklaut“ von der Wirtschaftsschule Gunzenhausen. Sie vermehrte das Startkapital von 50 000 Euro auf 56 922 Euro. Deutschlandweit belegten Finn Bergmann, Julian Mai, Nina Sager und Theresa Kraus mit diesem beachtlichen Erfolg den 27. Platz. Als Preis gab es dafür 400 Euro. Der 2. Platz (deutschlandweit: 732) ging an die Gruppe „alija“, ebenfalls von der Wirtschaftsschule. Alexandra Golysch und Jessica Mittermeier schlossen mit einem Depotgesamtwert von 52 349 Euro ab. Ihr Erfolg wurde mit 300 Euro honoriert.

Über 200 Euro freute sich die Gruppe „MoneyMonsters2“ vom Simon-Marius-Gymnasium, die den 3. Platz (deutschlandweit: 998) belegte. Constanze von Fabeck und Jule Kleemann schlossen ihr Depot mit einem Wert von 51 150 Euro.

Nachhaltigkeit steht hoch im Kurs

Auch nachhaltige Geldanlagen stehen beim Planspiel Börse seit vielen Jahren hoch im Kurs, heißt es in der Pressemeldung der Sparkasse weiter. Hier erwirtschaftete das Team „Harald“ vom Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen den höchsten Nachhaltigkeitsertrag. Raphael Ortner und Felix Ströhlein erhielten dafür ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro.

Text veröffentlicht im Altmühlboten am 12. April 2022

Das Bild zeigt die Gewinnerteams:

Oliver Fritsch (Sparkasse) überreicht die Preise an die Gewinnerteams der Wirtschaftsschule, mit dabei Konstanting Stricker als betreuende Lehrkraft und stellvertretende Schulleiter Wolfgang Förtsch. (Foto: Sparkasse Gunzenhausen)

Auf den Spuren des Grauens – Wirtschaftsschüler besuchten KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Auf den Spuren des Grauens

Wirtschaftsschüler besuchten KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die 9. und 10. Klassen der Wirtschaftsschule Gunzenhausen machten sich auf den Weg in die Oberpfalz, um die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg zu besuchen.

Bereits am ehemaligen Appellplatz wurden die Schüler über die Beschaffenheiten vor Ort aufgeklärt. Schon vor der Errichtung des Lagers hatten die Flossenbürger aktive Steinbrüche. Die Arbeit der Steinmetze prägte die Gegend in und um das Dorf und beeinflusste die sozialen Verhältnisse der Bürger dort. Das Leben in Flossenbürg war eher trist und einfach. Für die Nationalsozialisten war jedoch vor allem das Granitvorkommen um Flossenbürg von großem Interesse. So begrüßten es die Einwohner Flossenbürgs, dass in ihrem Ort ein Konzentrationslager errichtet wurde. Dadurch verbesserte sich der Lebensstandard im Dorf schlagartig. Plötzlich hatte Flossenbürg ein Kino, bessere medizinische Versorgung, Arbeitsplätze und Bildungsangebote für die Dorfjugend.

Die Schüler erfuhren anhand von Einzelschicksalen viel über den unmenschlichen Alltag im KZ. Entwürdigung, Schikane, Unterdrückung und Brutalität waren an der Tagesordnung. Häftlinge wurden geschunden, zu Tode gequält oder zur Abschreckung ermordet. Tagtäglich starben Menschen. Angst war ein stetiger Begleiter unter den Gefangenen.

Mit alten Luftaufnahmen von 1945 konnten sich die Schüler den Zustand der damaligen Anlage vorstellen, die heute nur noch zu Teilen erhalten ist. Nachdem sich die Klassen einen Überblick über das Areal verschafft hatten, besuchte die Gruppe auch die ehemalige Wäscherei. Während man im Untergeschoss des Gebäudes noch immer die Duschräume der Häftlinge erahnen konnte, war im oberen Bereich eine Ausstellung installiert. Hier konnten die Schüler z. B. die typische Häftlingskleidung betrachten, aber auch die persönlichen Fundstücke aus den Baracken oder den Steinbrüchen sehen. Man beleuchtete nicht nur den Alltag der Häftlinge, sondern auch der 60 zivilen Angestellten, Steinmetze, Fahrer und Lehrlinge.

Nach diesem sehr ernsten und eindringlichen Austausch wurde noch das „Tal des Todes“ besichtigt. Über die Kriegsjahre nahm die Zahl der Gefangenen rasant zu. Gleichzeitig verschlechterten sich die Lebensbedingungen enorm. Täglich arbeiteten fast 2000 Menschen in den Steinbrüchen. Ohne Sicherheitsvorkehrungen mussten Granitblöcke abgesprengt, Steine geschleppt und Loren geschoben werden. Ausgemergelt, unterernährt und krank überlebten nur wenige diesen Arbeitsalltag. Als sich die Todesfälle häuften, ließ die SS ein Lager-Krematorium errichten, um die Leichen verbrennen zu können. Heute ist in diesem Bereich der Ehrenfriedhof zu finden, außerdem erinnern Gedenksteine an die Opfer des NS-Regimes und des KZ Flossenbürg.

Die Schüler zeigten sich sehr sensibilisiert und unterstrichen durch ihre Fragen bei der Führung ihr großes Interesse an diesem düsteren Kapitel deutscher Geschichte.

Text: Jennifer Kreim und Jörg Daschner

7. Klassen bauen mittelalterliche Burgen nach

7. Klassen bauen mittelalterliche Burgen nach

Im Rahmen des Unterrichts in Geschichte & Politik der 7. Klassen wird das Mittelalter als Thema behandelt, insbesondere unter welchen Bedingungen die Menschen dort gelebt haben. Ritterburgen haben aus dieser Zeit immer noch eine besondere Faszination auf die Menschen. Viele haben jedoch gleich ein Bild von einer Burg aus dem Supermarkt im Kopf, das zum praktischen Spielen an jeder Ecke einen Turm hat und die Mauer nur durch ein Tor unterbrochen ist. Aber es gibt doch ganz viele unterschiedliche Burgtypen.

Ein gutes Beispiel für eine richtige Burg ist die berühmte Wartburg, auf der auch schon Martin Luther Schutz gesucht und die Bibel übersetzt hat. Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen beschäftigen sich im Unterricht mit dem Aufbau und der Organisation einer Burganlage. So lernten sie, dass eine Burg einen Bergfried hat, der den Hauptturm der Burg bildete. Dieser hatte besonders dicke Mauern, da er als letzte Zuflucht vor Feinden galt und hier vor allem auch Nahrung versteckt wurde.

Natürlich dürfen eine Zugbrücke, ein Fallgitter, eine Pechnase und ein Brunnen nicht fehlen. Auch das Herrenhaus (Palas), in dem sich der Rittersaal befand und die Kemenate (Frauengemächer) gehören dazu. Aufgabe war es, nach der theoretischen Erarbeitung ein eigenes, kleines Burgmodell mit allen wichtigen Einrichtungen zu bauen und so plastisch darzustellen, wie eine richtige Burg aussieht und welche Zweckbauten diese umfasst. In der iPad-Klasse sollten die zusätzlich die neuen Medien Verwendung finden und jedes Modell mit einem QR-Code versehen, über den weitere Informationen zu den jeweiligen Räumlichkeiten hinterleg werden können. Den jährlichen Auftrag selbst eine Burg mit den wichtigsten Bestandteilen zu bauen, nehmen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen immer wieder gerne an und bauen richtige kleine Meisterwerke aus Holz, Pappe oder Papier. Die Bauwerke der jungen Künstlerinnen und Künstler wurden 2 Wochen in der Pausenhalle der Wirtschaftsschule für alle andere Klassen zur Besichtigung ausgestellt. Ein wunderbares Beispiel für den sehr praxisorientierten Unterricht an der Wirtschaftsschule. Wenn Sie weitere Burgen sehen wollen, dann besuchen Sie gerne unsere Internetseite unter www.bs-af.de . Dort finden Sie übrigens auch Informationen zur Anmeldung für die Wirtschaftsschule.

Anmeldung an der Wirtschaftsschule

Ab der Woche vom 21. Februar beginnen unsere ersten Anmeldewochen für die Wirtschaftsschule:

Wenn Sie Ihr Kind anmelden möchten, dann gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Online-Anmeldung über  SchulantragOnline 
  2. Persönliche Anmeldung zu den Öffnungszeiten durch einen Erziehungsberechtigten mit folgenden Unterlagen
    – Geburtsurkunde
    – letztes Zeugnis

Bitte achten Sie beim Betreten des Schulhauses auf die geltenden Corona-Regelungen.

Sollten Sie Fragen zum Schulwechsel haben, dann vereinbaren Sie gerne einen Termin mit unserer Beratungslehrkraft Frau Enzingmüller. Terminvereinbarungen über die Verwaltung der Wirtschaftsschule 09831/6742-70.

So geht Geld

„So geht Geld“ – Bankmitarbeiter erklären die Arbeit in einer Bank

Am einem Freitag Ende Januar 2022 (21.01.) stand für die Klassen V 7 A und V 7 B kein normaler BSK-Unterricht auf dem Stundenplan. Stattdessen bekamen unsere Schüler Besuch von zwei Mitarbeitern der Deutschen Bank in Nürnberg. Herr Jugel und Herr Knorr unternahmen in 90 Minuten eine sehr unterhaltsame und engagierte Reise in den Alltag eines Geldinstituts. Welche Konten gibt es? Wie funktioniert bargeldlose Zahlung? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Kartenarten? Warum sollte man bereits zu Beginn seiner Ausbildung an eine Absicherung im Alter denken. Und was sind eigentlich Aktien? Und was ist Bitcoin? Neben diesen und zahlreichen anderen Fragen rund um das Geldwesen konnten die Schüler auch viele eigene Fragen stellen – besonders das Thema Sicherheit war beliebt. Interessant war beispielsweise zu erfahren, dass heutzutage kaum mehr größere Mengen Bargeld in einer Bank lagern und sich deshalb Raubüberfälle nicht lohnen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Herrn Jugel und Herrn Knorr für die informative Veranstaltung, welche wir sehr gerne (auch mit höheren Klassen und etwas anderen Themenschwerpunkten) wiederholen werden.

Stefan Oesterlein

Talking to a native American

Talking to a native American

Am 20.12.2021 war Erich Laux aus Frankenmuth (Partnerstadt von Gunzenhausen in Michigan) zu Gast an der Wirtschaftsschule. Die Schüler:innen der Klassen V10A und V10B nutzten die Möglichkeit um sich mit ihm über wichtige wirtschaftliche und politische Themen auf Englisch auszutauschen und ihre Sprachkenntnisse im direkten Gespräch mit einem Muttersprachler anzuwenden. Auch der interkulturelle Aspekt bzw. Unterschiede kamen dabei nicht zu kurz. So wurden in der 90-minütigen Gesprächsrunde auch viele Stereotypen über „the American way of life“ aufgegriffen, denen die Schüler häufig auf sozialen Medien oder in Filmen begegnen. Mit viel Humor ging Erich Laux auf alle Fragen der Schüler:innen ein und bestätigte oder entkräftete dabei des eine oder andere Vorurteil. Im Gegenzug mussten die Schüler:innen dies dann auch in die andere Richtung verteidigen oder erklären.